Satellites
13.03.2010 - 09.04.2010

Ausstellung vom 14.03.- 09.04.2010 in drei Teilen: “Satellites In The Night”,
“To The Thawing Wind”, “Room Without A View”.


Die Ausstellung „Satellites“ vereint aktuelle Aspekte und Konzepte künstlerischen Schaffens aus so divergenten Spielorten wie den Kunstmetropolen Berlin oder New York und Forschungsstationen in der Arktis. Das Projekt entstand auf Initiative des Berliner Künstlers Hannes Bend in Zusammenarbeit mit Emilie Trice und Trong Gia Nguyen. Alle drei verstehen sich als Künstler, Autoren, Beobachter und Globetrotter und stellen in der dreiteiligen Ausstellung die Entdeckungen ihrer jüngsten Reisen durch die Kunstwelt zusammen.
Die aktuelle gesellschaftliche Debatte um die Suche nach neuen Modellen eines ethisch verantwortlichen Umgangs mit der Welt und eines entsprechend zu organisierenden Verhältnisses zwischen Umwelt, Natur und Technik prägt die von den drei Protagonisten getroffene Auswahl der beteiligten Künstler und der hier gezeigten Arbeiten.
In poetischer Weise erforscht Hannes Bend in „Satellites In The Night“ künstlerische Betrachtungen zum Nachtleben der modernen Technik, in dem Wissenschaft zu Romantik und spielerischem Ausdruck wird. Hier erstrahlen elektrische Sterne. Schwarze Löcher verschwinden und erscheinen. Man begegnet sehnsuchtsvoll in die Nacht blickenden Satellitenschüsseln und dem Versöhnung mit der Natur versprechenden Mondlicht. Dass diese Versöhnung in Frage steht und unerreichbar ist, zeigt Emilie Trice mit den in „To The Thawing Wind“ präsentierten Arbeiten. In digitalen Kompositionen, Fotos, Videos und Installationen erzählt sie von der erhabenen Schönheit jener Orte auf unserem Planeten, die vom Eis umgeben sind. Die globale Erderwärmung scheint das künstlerische Terrain zu erweitern und treibt Künstler in Arktis-Expeditionen mit Wissenschaftlern und Umweltschützern an die Polarkappen. Zurück in Berlin macht Trong Gia Ngyuen in „Room Without A View“ eine Standortanalyse und diagnostiziert für die Stadt eine Übersättigung von ungenutzen leerstehenden Gebäuden. Sie animieren den New Yorker zu einer künstlerisch philosophischen Betrachtung über das physikalische Phänomen des Raumes und dessen physischer Wahrnehmungsmöglichkeiten in unserer Umwelt.
Die Ausstellung vertritt einen Kunstbegriff, der in der neuen Dekade des 21. Jahrhunderts die Bedeutung von Kunst als Alternative gegenüber unserem bisherigen Umgang mit Natur und Technik aufzeigt.






Satellites In The Night:
Maxime Ballesteros, John von Bergen, Christine de la Garenne, Robert Lazzarini, Knud Young Lunde, Trong Gia Nguyen, Jomar Statkun, Johanna Tiedtke
Künstlerische Leitung: Hannes Bend

To the Thawing Wind:
Awst & Walther, David Buckland, Louisa Conrad & Lucas Farrell
Künstlerische Leitung: Emilie Trice

Room Without A View:
Hannes Bend, Joséphine Wister Faure, Chantel Foretich, Christopher K. Ho,
Darri Lorenzen, Abby Manock, Christian Nguyen, Zhang Qing, Rebecca Reeve,
Carlos Silva
Künstlerische Leitung: Trong Gia Nguyen



Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-19 Uhr, So 15-18 Uhr
Jeden Donnerstag verlängerte Öffnungszeiten bis 22 Uhr