Omas Konfitüre
08.01.2010 - 23.01.2010

Was genau macht eigentlich die Generation Gegenwart? Konfrontiert mit hysterischen Bilderfluten aus dem Internet und den Verlockungen digitaler Gemütlichkeit entwickelt sie Immunität gegenüber allgemeingültigen Zuschreibungen von Identität und politischen Patentrezepten.

Statt in hektischen Aktivismus zu verfallen, beobachtet sie Veränderungen in ihrem Umfeld und re-interpretier verloren geglaubte Werte und Begriffe, wie das Freie Museum Berlin mit einem erneuten Blick in die Hochschulen zeigt: Nach einer Ausstellung mit Meisterschülern von Candice Breitz präsentieren nun Studierende des Fachbereichs Medienkunst Fotografie der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe unter der kuratorischen Ägide von Prof. Julia Kissina Fotografien, Videoarbeiten und Konfitüren aus "Omas Marmeladenarchiv" und anderen analogen Wunderkammern.

Der Umgang mit den dort gefundenen Bildern aus dem Familienalbum, Aufzeichnungen aus Reisetagebüchern und Mitschnitten von Friseurbesuchen kommt bisweilen auch ganz ohne Pathos, Ironie und Kritik aus. Mit gesunder Skepsis widmen sich die Künstler einer genauen Prüfung der bereits vorhandenen Archive und entdecken dort das Abenteuer einer zumindest technokratisch vollkommen erscheinenden Welt: Den Alltag und seine künstlerischen Potenziale.


Was genau macht eigentlich die Generation Gegenwart? Konfrontiert mit hysterischen Bilderfluten aus dem Internet und den Verlockungen digitaler Gemütlichkeit entwickelt sie Immunität gegenüber allgemeingültigen Zuschreibungen von Identität und politischen Patentrezepten.

Statt in hektischen Aktivismus zu verfallen, beobachtet sie Veränderungen in ihrem Umfeld und re-interpretier verloren geglaubte Werte und Begriffe, wie das Freie Museum Berlin mit einem erneuten Blick in die Hochschulen zeigt: Nach einer Ausstellung mit Meisterschülern von Candice Breitz präsentieren nun Studierende des Fachbereichs Medienkunst Fotografie der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe unter der kuratorischen Ägide von Prof. Julia Kissina Fotografien, Videoarbeiten und Konfitüren aus "Omas Marmeladenarchiv" und anderen analogen Wunderkammern.

Der Umgang mit den dort gefundenen Bildern aus dem Familienalbum, Aufzeichnungen aus Reisetagebüchern und Mitschnitten von Friseurbesuchen kommt bisweilen auch ganz ohne Pathos, Ironie und Kritik aus. Mit gesunder Skepsis widmen sich die Künstler einer genauen Prüfung der bereits vorhandenen Archive und entdecken dort das Abenteuer einer zumindest technokratisch vollkommen erscheinenden Welt: Den Alltag und seine künstlerischen Potenziale.