Performance: Gade Diouf - Kola Sacred Arts
16.10.2009

Gade Diouf ist ein mit archaischer Symbolik arbeitender Konzeptkünstler und Vertreter der jungen Generation zeitgenössischer Künstler im Senegal.
Nach zahlreichen Ausstellungen in Afrika und Amerika ist er jetzt erstmalig in Europa zu Gast.


FREIES
MUSEUM
BERLIN

Potsdamer Straße 91, 10785 Berlin

Performance: Gade Diouf – Kola Sacred Arts
16. Oktober 2009, 19 Uhr

Die Wege des Schicksals sind verworren und unübersichtlich. So erreichte den Künstler Gade Diouf im Senegal unsere Eröffnungseinladung zur Ausstellung „Erased Walls – Contemporary Art from Eastern and Middle Europe“ per E-Mail.
Kunst ist im afrikanischen Verständnis unmittelbarer Bestandteil des Lebens, ein Leben ohne Kunst als emotionale Ausdrucksmöglichkeit nicht vorstellbar. Dies gilt auch für die noch junge Tradition der zeitgenössischen Kunst aus dem Senegal.
Vom Ausstellungskonzept fühlte sich der junge Künstler deshalb persönlich angesprochen und hatte das Bedürfnis mit einer Performance zur Versöhnung bzw. Wiederzusammenführung des in Ost und West geteilten Europas beizutragen. Den noch immer bestehenden gesellschaftlichen, sozialen Differenzen und dem Entstehen neuer Mauern wird der Künstler in seiner Performance entgegenwirken, indem er die verbindenden Kräfte der Kolanuss nutzt. So wünscht er die vereinenden Prozesse voranzutreiben.

Kolanuss steht als heiliges Symbol der Verbundenheit und Gastfreundschaft und ist vor allem in westafrikanischen Ländern von großer sozialer und kultureller Bedeutung. Aufgrund ihrer spirituellen und glücksbringenden Kraft ist sie unentbehrlicher Bestandteil verschiedenster Rituale und Zeremonien. Besonders bei versöhnenden Gesten, Hochzeiten oder Taufen kommt die Frucht zum Einsatz. Gade Diouf wuchs im traditionellen Wissen um die rituellen Kräfte der Kolanuss auf und verarbeitet sie seit 1991 in seiner Kunst.

Gade Diouf ist ein mit archaischer Symbolik arbeitender Konzeptkünstler und Vertreter der jungen Generation zeitgenössischer Künstler im Senegal.
Nach zahlreichen Ausstellungen in Afrika und Amerika ist er jetzt erstmalig in Europa zu Gast.

Öffnungszeiten: Mo - Sa 12-19 Uhr, Do verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr