ter Hell: die SHOW
28.08.2009 - 27.09.2009

Die Werkschau “ter Hell: die Show” konzentriert sich auf das jüngere Schaffen des
Künstlers Ter Hell und ist eine Inszenierung von Arbeiten der vergangenen zehn Jahre
bis heute.


FREIES
MUSEUM
BERLIN

Potsdamer Straße 91. 10785 Berlin


office@freies-museum.de
Öffnungszeiten: Mo – Sa, 12 – 19 Uhr
Jeden Donnerstag “Lange Nacht des Museums”

ter Hell : die Show

Durch den medialisierten Moment zu neuer Ästhetik


Ausstellung: 29. August – 20. September

Die Werkschau “ter Hell: die Show” konzentriert sich auf das jüngere Schaffen des
Künstlers Ter Hell und ist eine Inszenierung von Arbeiten der vergangenen zehn Jahre
bis heute.
Die Ausstellung bewegt sich entlang struktureller konzeptioneller Knotenpunkte auf ter
Hells Schaffensweg und imaginiert in elementarer, reduzierter und expansiver Weise die
Notation einer großen Symphonie. Ein künstlerisch konstruierter DNS Strang, der
gesellschaftliche Zusammenhänge fasst, wird erfahrbar.
Im Zentrum stehen die Schlüsselwerke, “synthesische Vision”, 2007, „Key Wall“, 2006
sowie das Schriftbild „Empowerment“, 2004 und das Panorama „Berlin Quartett“ von
1999 sowie die Installation „cerebral celebration“ von 2009. Zu seinen neuesten
gezeigten Arbeiten gehört die Bildergruppe „ter im gelben Kreis“, “Lógos” und “E-instyle“.
Ungegenständliche Malerei hat bei ter Hell Abstraktion im Zwischenraum von Farblogik,
Systematisierung, Archaik-Jetzt-Zeit-Technik, Sprache, Zeichen und Schrift – Strukturen
zum Gegenstand. In seiner Bildsprache formuliert er eine Sehnsucht nach
Bewusstseinswandel von Auflösung hin zu energetischem Verständnis – so seine
Verwendung von Zeichen und Symbolen.
Das Prinzip der Inversion in präziser werdende geistige Räume ist treibende Methode.
Dieser Arbeitsansatz mündet in der theoretischen Analyse und geht über in ein
Selbstverständnis mit politischer und persönlicher Standortbestimmung im globalisierten
Wirtschaftssystem in dem sich kulturell und wissenschaftlich eine Entwicklung vollzogen
hat, z.B. vom Röntgenbild zum bildgebenden Verfahren.
ter Hells Kunst ist ein Beispiel dafür, wie ein Werk parallel zum Kunstbetrieb wächst:
1992 beginnt er, auf der Suche nach lebensnaher Arbeit einen geistig virtuellen Bildraum
als gedanklicher Torus Attraktor zu entwerfen, geprägt von dem Versuch einer
Wertebestimmung, der Suche nach Form und Ethik. Seiner Arbeitsthese “der
Widerspruch in sich führt progressiv gedacht zu offener Struktur” folgend, verlässt er den
virtuellen Bildraum und definiert: “Geburt und Tod als Struktur - Leben und Sterben ist
Kultur”.
Die Ausstellung zeigt ein strukturelles Farbnetz mit klarer Ordnung auf drei Etagen, das
ein Bewusstsein von kreativer Potenz als Allpräsenspermanenz in sich trägt. Trotz
gewichtigen Inhalts erscheint die Präsentation leicht, locker und lebendig.

Von A nach B