Beinert | Ateliergespräch mit Bernhard Pompeÿ: Soziale Verantwortung im Kommunikationsdesign
25.02.2010

Welche Rolle spielt die soziale Verantwortung im Bereich der Kreativwirtschaft? Welche Antworten ergeben sich bei Fragen nach Ethik, Qualität oder der reinen Dienstleistung? Hat diese Art von Paradigmenwechsel überhaupt eine Chance?

Donnerstag, 25. Februar 2010 um 20:00 Uhr
Atelier Wolfgang Beinert | Berlin
Görlitzer Straße 51 [RGB, Modeschule ESMOD, linkes Entrée]
10997 Berlin [Kreuzberg]

Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich bis spätestens 24.2. unter www.beinert.net/kommuniques/61-pompey/index.html

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www.beinert.net/aktuell

KURZ VORWEG
Ab 2010 werde ich wieder an die Münchner Tradition des »offenen Ateliers« anknüpfen; geplant sind Vorträge, Gespräche, Autorenlesungen und vieles mehr, u.a. mit dem Editiorial Designer und Verleger Horst Moser, dem Philosophen Thomas Friedrich, dem Verleger Hannes Wanderer und dem Graphic Designer Olaf Leu. Wissensvermittlung, Erfahrungsaustausch und vor allem die Begeisterung und Freude zu unserer Profession werden im Mittelpunkt dieser Events stehen. Bernhard Pompeÿ wird der erster Gast meiner Ateliergespräche in Berlin sein.

ÜBER BERNHARD POMPEY
Bernhard ist nicht nur mein erster Gast, sondern auch der jüngste, geboren 1977 in Würzburg, ein Franke also. Kennengelernt habe ich ihn 2004 in Freiburg im Breisgau, als er dort zusammen mit seiner ehemaligen Kommilitonin Swetlana Schwarzkopf das Designforum Freiburg ins Leben rief. Soweit ich mich erinnere, war »das« die Abschlussarbeit der beiden an der Freien Hochschule für Grafik-Design und Bildende Kunst; wofür sie – neben ihrem Diplom – auch gleich noch eine Anerkennung im Rahmen des Lucky Strike Junior Designer Award von Kurt Weidemann und seinen Kumpels bekamen. Weidemann, andere Kollegen und ich waren damals von den beiden als Referenten nach Freiburg eingeladen worden, waren also nüchtern betrachtet, Teil Ihrer Diplomarbeit.

Der erste Eindruck, der mir von Berhard Pompeÿ in Erinnerung blieb, war – abgesehen von seiner stattlichen Größe von fast zwei Metern und seiner gut polierten Glatze – sein Engagement und seine ungewöhnliche Neugierde. Ständig löcherte er mich Fragen und suchte den Disput. Seitdem pflegen wir beide regelmäßig Kontakt. Und auch heute noch frägt er mir – und garantiert anderen auch – Löcher in den Bauch. Aber wie hat unser geschätzter Kollege Rolf Müller einmal so treffend formuliert: Neugierde ist die Voraussetzung für Kreativität ...

Heute ist Bernhard Pompeÿ »Master of Arts Kommunikationsdesign« und arbeitet aktuell an der Hochschule Mannheim als Dozent und Projektmanager. Zuvor hat er sich noch einige Zeit in der Welt herumgetrieben, um in Designstudios oder als Workshopleiter in New York, Amsterdam, Sydney, Moskau und Haifa Erfahrung – vermutlich nicht nur in gestalterischen Dingen – zu sammeln. Eine kleine Hand voll Designpreise hat er für seine Aktivitäten auch schon bekommen.

ZUM THEMA
Bernhard Pompeÿs Vortragsthema ist die »Soziale Verantwortung im Kommunikationsdesign«. Er schrieb mir im Zuge der Vorbereitung auf dieses Ateliergespräch dazu folgendes ...

»Die soziale Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility, CSR) hat in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Gesellschaft beginnt mehr und mehr zu verstehen, dass Reichtum nicht mit ökonomischem Kapital gleichgesetzt werden kann, sondern im wesentlichen ein hohes Maß an sozialem, ökologischem und menschlichem Kapital darstellt. CSR wird von Seiten der Politik, der Kirchen und der Wirtschaft, auf nationaler, europäischer und globaler Ebene inzwischen verstärkt als eine Notwendigkeit betrachtet – und das in einer Zeit des industriellen Wandels und der wachsenden Globalisierung.

Bernhard Pompeÿ geht es hier sicherlich in erster Linie darum, Fragen zu stellen, Ausblicke zu geben und Beispiele von geglückter und missverstandener Verantwortung im Kreativsektor aufzuzeigen sowie anhand eigener Projekte das Thema einzukreisen. So wird er u.a. auch in diesem Ateliergespräch auf sein Projekt »Kommunikation als Konfliktlösung? Die Macht der Bilder im Nah-Ost Konflikt« verweisen, dass sich mit den konfliktreichen israelischen und palästinensischen Darstellungs- und Kommunikationsformen beschäftigt.

Eine gemeinsame Diskussion bzw. ein Erfahrungsaustausch ist nach dem Vortrag erwünscht.

WEITERFÜRENDE INFORMATIONEN
Zu Bernhard Pompeÿ: www.bernhardpompey.de
Zum Thema »Kommunikation als Konfliktlösung?: www.bernhardpompey.de/israel
Beinert Eventkalender 2010: www.typoakademie.de

ANMELDUNG
Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich bis spätestens 24.2. über das Anmeldeformular auf der Website des Ateliers unter www.beinert.net


Weitere Informationen

ICS-Kalendereintrag (5 KB)

Bernhard Pompeÿ: Kommunikationsdesign könne vermitteln. Am Beispiel des islamischen und des hebräischen Roten Kreuzes, des Roten Halbmonds und des Roten Davidsterns, verdeutlicht er die Bemühungen von Designer, Konflikte zu entschärfen.