Preis für Angewandte Kunst der Berliner Volksbank 2009

Am 10. Dezember 2009 wurden anlässlich der 11. Zeughausmesse für Angewandte Kunst im Schlüterhof des Berliner Zeughauses vier Künstlerinnen und Künstler für Ihre herausragenden Leistungen mit dem „Preis für Angewandte Kunst“ der Berliner Volksbank ausgezeichnet. Der 1. Preis wurde von der Jury geteilt und an zwei Preisträger vergeben.

Die in Cagli/Italien tätige Schmuckkünstlerin Sibylle Umlauf erhielt den 1. Preis für Angewandte Kunst für ihre klassischen, in bester Handwerkstradition gearbeiteten Goldschmiedearbeiten. Die aus Fundstücken historischer Gebrauchsgeräte und zeitgenössischen Versatzstücken zusammengefügten Colliers sowie Eisengussarbeiten mit Goldtauschirungen verbinden den Zeitgeist von Avantgarde und aktuellen Strömungen in der Angewandten Kunst.

Der in Pforzheim tätige Schmuckkünstler Rainer Milewski erhielt ebenfalls den 1. Preis für Angewandte Kunst für seine konsequenten, formal streng durchkomponierten Designer-Schmuck-Arbeiten. Der Künstler überzeugte durch seine eigenständigen, in Werk und Ausführung authentischen Schmuckarbeiten.

Die in Berlin lebende Schmuck- und Objektkünstlerin Julika Müller erhielt den als „Förderpreis“ verliehenen 2. Preis für Angewandte Kunst für ihre körperhaften, von der Skulptur hergeleiteten Schmuckarbeiten. Ihre „Skulpturen am Ohr“ zeugen von der strengen Durchbildung der Formen. Die Künstlerin überzeugte auch durch die konsequente Präsentation ihrer Arbeiten.

Der Sonderpreis für den Ankauf einer Objektgruppe für die Sammlung des Deutschen Historischen Museums wurde an den Berliner Metallgestalter Anderl Kammermeier verliehen. Der Künstler verbindet in der Gestaltung seiner Möbel und in Serien angelegten Gebrauchsgegenstände eine, im besten Sinne klassizistische und moderne Tradition mit einer zeitlosen und zugleich zeitgemäßen Formensprache.

(12/2009)

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